1.    Allgemeine Berufspflichten

  • unabnhängiges, professionelles, gewissenhaftes, unparteiisches, verschwiegenes  Arbeiten
  • Achtung und Vertrauen des Auftraggebers muss gewahrt werden
  • keine Gefährdung des Berufsbildes und keine öffentlichen negativen Äußerungen über den Beruf des Gebärdensprachdolmetschers

2.   Eigenverantwortlichkeit

  • Dolmetschen in eigener Verantwortung
  • Pflichtverletzungen können nicht damit entschuldigt werden, auf WEisung Dritter gehandelt zu haben, vorausgesetzt wird die eigene Urteilsfähigkeit

3.    Fort-und WEiterbildung

  • Erhalt und Erweiterung der beruflichen Qualifikation

4.    Auftragsannahme und Auftragsablehnung

  • In Annahme eines Auftrages frei
  • Nach bestem Wissen und Gewissen Aufträge annehmen, bei denen die berufliche Unabhängigkeit nicht gefährdet werden kann
  • Keine Tätigkeit in strittigen Angelegenheiten, bei denen schon eine Inanspruchnahme von anderen Beteiligten bestand und dadurch eine Interessenskollision entstehen könnte
  • Keine Tätigkeit bei Aufträgen mit Verstoß gegen die Berufsplficht, das GEsetz oder Berufs-und Ehrenordnung
  • Ablehnung eines Auftrages unverzüglich erklären

5.   Auftragserfüllung

  • Verdolmetschungen nach bestem Wissen und Gewissen
  • Tätigkeit in Sprachen, Sprachvarianten, kommuniaktionssystemen sowie Sachgebieten, bei denen ausreichende Kenntnisse bestehen oder vorberitet werden können
  • Verantwortung für das Vorhandensein von verlangten Arbeitstechniken
  • Schnellstmöglich Information bei der Feststellung, dass ein Auftrag nicht geleistet werden kann
  • Terminabsprachen einhalten oder schnellstmögliche Information über ein zwingendes Nichterscheinen sowie Organisation von Ersatz

6.    Verschwiegenheit

  • Verpflichtung über alles, was bei Ausübung der Tätigkeit anvertraut wurde, Verschwiegenheit zu wahren
  • Verpflichtung nach Beendigung des Auftrages besteht fort und gilt auch gegenüber denjenigen, die betreffenden Tatsachen bereits von anderer Stelle mitgeteilt worden sind
  • Schweigepflichtsentbindungen können von Gesetzes wegen geschehen

7.   Kollegialität

  • Ansehen des Berufsstandes daf nicht durch das Verhalten des Dolmetschers gefährdet werden
  • Enthaltung unsachgemäßer Angriffe in Wort und Schrift gegenüber Personen des gleichen Berufsstandes
  • Taktvolle Zurückhaltung bei der Beurteilung der Honorargestaltung und Leistung Berufskollegen
  • Kritik zunächst ohne Schärfe bei den betroffenen Berufskollegen selbst anbringen

8.   Wettbewerb

  • Dolmetscher enthalten sich jeglicher Form unlauten Wettbewerbes
  • Enthaltung aller Maßnahmen, die geeignet wären, andere Berufskollegen aus dem Auftrag zu drängen
  • Dolmetscher versuchen nicht Berufskollegen zu verdrängen, in dem sie zielgerichtet und planmäßig geltende Honorarsätze unterbieten
  • Dolmetscher verwenden nur Berufsbezeichnungen und Titel, zu deren Führung sie nach Bestimmung der Gesetze berechtigt sind  -keine irreführenden Titel

Dieser Inhalt wurde zusammenfassend aus der Berufs-und Ehrenordnung des Bundesverbandes der GebärdensprachdolmetscherInnen Deutschlands e.V. entnommen: www.bgsd.de

Kollegialität

 http://www.bgsd.de/index2.htm